Jeder Mensch wünscht sich, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Doch mit zunehmendem Alter, Krankheit oder einem Unfall kann die eigene Versorgung zur Herausforderung werden. Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig – und ihre Angehörigen stehen oft vor der schwierigen Frage: Welche Pflegeform ist die richtige?
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Pflegearten und Pflegeformen:
✔ Pflegearten beschreiben die Art der Unterstützung, die eine pflegebedürftige Person benötigt, z. B. medizinische Pflege, pflegerische Betreuung oder Körperpflege.
✔ Pflegeformen legen fest, wo und wie die Pflege organisiert wird, z. B. in den eigenen vier Wänden (häusliche Pflege), durch einen ambulanten Pflegedienst oder stationär in einem Pflegeheim.
💡 In diesem Ratgeber erfahren Sie:

Pflegearten: Welche Unterstützung gibt es?
Pflegearten beziehen sich auf die konkrete Art der Betreuung, die eine pflegebedürftige Person benötigt. Sie umfassen verschiedene Leistungen, die je nach individuellem Gesundheitszustand und Pflegebedarf erforderlich sind. Dazu gehören:
Medizinische Pflege (z. B. Wundversorgung, Medikamentengabe)
Pflegerische Betreuung (z. B. Hilfe beim Anziehen, Essen, Mobilität)
Körperpflege (z. B. Waschen, Zähneputzen, Toilettengänge)
Ambulante Pflegedienste spielen eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung sowohl medizinischer als auch persönlicher Pflege, insbesondere für alleinstehende Pflegebedürftige.
Pflegeformen in Deutschland: Ein Überblick
Pflegeformen beschreiben, wo und wie die Pflege organisiert wird. Die Wahl der richtigen Pflegeform hängt von vielen Faktoren ab, darunter der Grad der Pflegebedürftigkeit, familiäre Unterstützung und finanzielle Mittel. In Deutschland gibt es folgende Pflegeformen:
Ambulante Pflege: Pflege zu Hause durch Angehörige oder einen Pflegedienst
Stationäre Pflege: Vollzeitbetreuung in einem Pflegeheim oder einer Seniorenresidenz
Teilstationäre Pflege: Tages- oder Nachtpflege als Ergänzung zur häuslichen Pflege
24-Stunden-Pflege: Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine Pflegekraft
Betreutes Wohnen & Senioren-WGs: Selbstständiges Leben mit Pflegeoptionen.
Kurzzeitpflege & Verhinderungspflege: Temporäre Unterstützung für pflegende Angehörige.
Welche dieser Optionen am besten passt, hängt von mehreren Faktoren ab: Pflegegrad, Gesundheitszustand, persönliche Wünsche, finanzielle Mittel und familiäre Unterstützung.
Die Wahl der passenden Pflegeform erfordert eine sorgfältige Abwägung aller Möglichkeiten, da jede Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.
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Ambulante Pflege vs. Stationäre Pflege – Welche ist die richtige Wahl?
Wenn eine Person pflegebedürftig wird, stellt sich oft die Frage: Soll die Pflege zu Hause erfolgen oder in einer stationären Pflegeeinrichtung? Beide Pflegeformen haben spezifische Vorteile und Herausforderungen.
Was ist ambulante Pflege?
Die ambulante Pflege ermöglicht es, pflegebedürftige Menschen in ihrem eigenen Haushalt zu versorgen. Die Betreuung erfolgt durch einen Pflegedienst, eine 24-Stunden-Betreuungskraft oder Angehörige. Diese Pflegeform bietet mehr Selbstbestimmung und Lebensqualität, erfordert jedoch eine gute Organisation.
Besondere Formen der ambulanten Pflege:
Pflegedienste: Medizinische und pflegerische Unterstützung durch Fachkräfte.
24-Stunden-Pflege: Eine 24h-Pflegekraft lebt im Haushalt und betreut die Person rund um die Uhr.
Tages- und Nachtpflege: Pflegebedürftige verbringen den Tag oder die Nacht in einer Einrichtung, kehren aber nach Hause zurück.
Senioren-WGs: Betroffene wohnen zusammen und teilen sich Betreuungskräfte.
Was ist stationäre Pflege?
Die stationäre Pflege erfolgt in einer Pflegeeinrichtung oder einem Altenheim. Hier erhalten Pflegebedürftige eine 24/7-Versorgung durch Pflegekräfte, medizinische Betreuung sowie soziale Aktivitäten.
Eine weitere Option ist das betreute Wohnen, welches älteren Menschen die Möglichkeit bietet, in einer eigenen Wohnung zu leben und gleichzeitig Zugang zu Betreuungs- und Hilfsangeboten zu haben.
Besondere Formen der stationäre Pflege:
Pflegeheime: Langfristige Unterbringung mit medizinischer Versorgung.
Betreutes Wohnen: Kombination aus selbstständigem Wohnen und Betreuung.
Kurzzeitpflege & Verhinderungspflege: Zeitlich begrenzte Unterbringung zur Entlastung der Angehörigen.
Ambulante vs. Stationäre Pflege im Vergleich
Vorteile ambulante Pflege:
✔ Pflegebedürftige bleiben in ihrem gewohnten Zuhause und erhalten Unterstützung durch Angehörige oder einen Pflegedienst.
✔ Hohe Selbstständigkeit und mehr Flexibilität im Alltag, jedoch oft organisatorischer Aufwand für Angehörige.
✔ Günstiger als eine stationäre Unterbringung.
✔ Persönliche Nähe zu Familie und Freunden.
Nachteile ambulante Pflege:
✘ Organisation und Pflegeaufwand liegen oft bei den Angehörigen.
✘ Begrenzte medizinische Versorgung durch ambulante Dienste.
✘ Soziale Kontakte hängen vom Umfeld ab und können eingeschränkt sein.
✘ Angehörige sind oft stark gefordert und können überlastet sein.
Vorteile stationäre Pflege:
✔ Ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung erfolgt, wo eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch Fachpersonal gewährleistet ist.
✔ Strukturierter Tagesablauf mit professioneller Betreuung, aber weniger persönliche Freiheit.
✔ Medizinische Versorgung ist jederzeit verfügbar.
✔ Mehr soziale Interaktion mit anderen Bewohnern.
Nachteile stationäre Pflege:
✘ Eingeschränkte Selbstbestimmung durch feste Abläufe.
✘ Höhere Kosten durch Unterkunft, Pflege und Verpflegung.
✘ Umzug kann für Pflegebedürftige emotional belastend sein.
✘ Weniger Nähe zu Familie und gewohnter Umgebung.
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Teilstationäre Pflege
Die teilstationäre Pflege ist eine wertvolle Ergänzung zur häuslichen Pflege, die es pflegebedürftigen Personen ermöglicht, tagsüber oder nachts in einer Pflegeeinrichtung betreut zu werden. Diese Pflegeform ist besonders hilfreich, wenn pflegende Angehörige aufgrund von beruflichen Verpflichtungen oder anderen Gründen nicht rund um die Uhr für die notwendige Betreuung sorgen können.
Verhinderungspflege & Kurzzeitpflege kombinieren – So geht’s
Pflegende Angehörige brauchen Entlastung – hier kommen Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege ins Spiel.
- Verhinderungspflege (bis zu 1.612 €/Jahr) kann genutzt werden, wenn die Pflegebedürftigen Menschen für kurze Zeit verhindert ist (z. B. Urlaub, Krankheit).
- Kurzzeitpflege (bis zu 1.774 €/Jahr) ist eine vorübergehende stationäre Pflege, wenn zu Hause keine Betreuung möglich ist.
- Kombinierbar: Wenn Kurzzeitpflege nicht voll ausgeschöpft wurde, können bis zu 806 € zusätzlich für Verhinderungspflege genutzt werden – insgesamt bis zu 3.386 € pro Jahr.
💡 Tipp: Viele Familien nutzen diese Kombination, um Pflegekräfte für eine längere Auszeit zu finanzieren.
Weitere Pflegeformen
Neben den bereits erwähnten Pflegeformen gibt es noch weitere Optionen, die je nach Bedarf und Situation des Pflegebedürftigen in Betracht gezogen werden können. Diese zusätzlichen Pflegeformen bieten flexible Lösungen, um den individuellen Pflegebedarf optimal zu decken.
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Kosten und Finanzierung der Pflege
Die Pflegekosten variieren je nach Pflegeform und Pflegegrad. Glücklicherweise gibt es in Deutschland zahlreiche finanzielle Unterstützungen durch die Pflegeversicherung.
Pflegegradabhängige Leistungen
Die Höhe der Leistungen richtet sich nach dem Pflegegrad (1–5). Während Pflegegrad 1 nur geringe Zuschüsse bietet, erhalten Menschen mit Pflegegrad 5 die höchsten Unterstützungen.
Gesetzliche vs. Private Pflegeversicherung
Gesetzliche Pflegeversicherung: Pflichtversicherung für alle gesetzlich Versicherten mit festen Leistungen.
Private Pflegeversicherung: Individuelle Tarife mit oft höheren Zuschüssen für private Pflegekräfte.
Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse?
Pflegegeld für häusliche Pflege (bis zu 947 € bei PG 5)
Sachleistungen für Pflegedienste
Zuschüsse für Pflegeheime
Entlastungsbetrag (125 €/Monat) für hauswirtschaftliche Hilfe
Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse?
24-Stunden-Pflegekraft Kostenübernahme: Die Pflegeversicherung kann Pflegegeld oder Zuschüsse zur Finanzierung der 24h-Betreuung beitragen.
Verhinderungspflege (bis zu 1.612 €/Jahr): Für Pflegepausen der Angehörigen.
Kurzzeitpflege (bis zu 1.774 €/Jahr): Bei vorübergehender Pflegebedürftigkeit.
Zuschuss für barrierefreie Umbauten (bis zu 4.000 €).
Pflege zu Hause vs. Pflegeheim – was lohnt sich?
Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
✅ Pflegegrad & Gesundheitszustand: Wer eine intensive medizinische Versorgung benötigt, ist in einem Pflegeheim oft besser aufgehoben.
✅ Familiäre Unterstützung: Gibt es Angehörige, die sich um die Pflege kümmern können?
✅ Persönliche Vorlieben: Viele Menschen möchten so lange wie möglich zuhause bleiben.
✅ Kosten: Pflegeheime sind oft teurer, aber ambulante Pflege kann für Angehörige eine hohe Belastung bedeuten.
Die ambulante Pflege bietet mehr Selbstständigkeit, während die stationäre Pflege eine umfassende Betreuung gewährleistet. Je nach individuellem Bedarf kann eine Kombination aus beiden – etwa durch Tagespflege oder Kurzzeitpflege – eine sinnvolle Lösung sein.
Die beste Pflege beginnt mit der richtigen Unterstützung!
Jede Pflegesituation ist einzigartig – und die Wahl der passenden Pflegeform kann eine große Herausforderung sein.
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